Reizstromtherapie 

Bei der Reizstromtherapie mit einem TENS Gerät macht man sich die hohe Leitfähigkeit des menschlichen Körpers zunutze, indem über Elektroden auf der Haut Strom durch den Körper geleitet wird, um Nervenbahnen zu reizen oder Muskelkontraktionen zu verursachen.

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Die Geschichte der Reizstromtherapie

In der Antike wurden die Elektroschocks von Zitteraalen und Zitterwelsen dafür verwendet, um Schmerzen zu behandeln. Im Jahr 1965 konnten die Professoren Melzack und Wall nachweisen, dass die Weiterleitung der Schmerzen durch die Reizstromtherapie im Rückenmark von peripheren als auch von absteigenden Bahnen aus dem Gehirn unterdrückt werden können. In der Gate-Control-Theorie verdeutlichten sie damit den Einfluss des Gehirns auf die Schmerzwahrnehmung. 

Der Durchbruch gelang der Behandlung erst in jüngster Zeit durch durch die Entwicklung von kleinen TENS Geräten. Im Jahr 1967 wurde die TENS-Behandlung erstmals von Wall und Sweet zur Schmerztherapie eingesetzt. Seit 1980 erfuhr die TENS-Behandlung bei akuten und chronischen Schmerzzuständen eine weltweite Anwendung und Verbreitung. 1987 wurde die Reizstromtherapie als kassenärztliche Leistung anerkannt. 

Arten der Reizstromtherapie

Die Reizstromtherapie unterscheidet zwischen der Transkutanen Elektrischen Nervenstimulation (TENS) und der Elektrischen Muskelstimulation (EMS). Beide Methoden sind leicht in der Handhabung und gut zuhause anzuwenden. Dabei wird ein Stimulationsgerät über Elektroden an den Körper angeschlossen. Impulsart und Stromstärke sind hierbei genauestens voreinzustellen.

TENS fördert die Durchblutung und wirkt schmerzstillend. Die Stärke und Dauer der Behandlung werden je nach Intensität der Schmerzen individuell auf den Patienten angepasst. Ein schwacher Wechselstrom mit einer Frequenz zwischen 10 und 100 Hertz kommen hier zum Einsatz. Die Elektroden werden nah an den schmerzenden Stellen platziert. Der Patient empfindet lediglich ein leichtes Kribbeln während der Behandlung mit einem TENS Gerät. Das schafft einen Gegenreiz zu den Schmerzen. Die Produktion von Endorphinen wird angeregt, wodurch eine höhere Schmerztoleranz erlangt werden kann. Diese schmerzstillende Wirkung hält normalerweise einige Stunden an und kann für Schmerzpatienten eine wahre Wohltat bedeuten.

Bei der EMS – Methode können einzelne Muskeln trainiert werden. Die Elektrische Muskelstimulation wird vielmehr begleitend zum eigentlichen Krafttraining empfohlen. EMS kann bei Inkontinenz oder nach einer Schwangerschaft angewendet werden, um die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. EMS Training ist besonders bei Schwächung der Muskeln durch Verletzungen oder Fehlhaltungen, wie z.B. durch Büroarbeit zu empfehen.

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