Was ist TENS?

Die TENS-Schmerzbehandlung – eine gesunde Alternative zu schmerzlindernden Medikamenten.

Unter Schmerzen zu leiden, ist deprimierend. Und ebenso deprimierend ist es, immer wieder Schmerzmittel einnehmen zu müssen, um sie zu lindern. Weil man weiß, dass sie nach einer Zeit wiederkommen. An diesem Punkt setzt die TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) an. Sie stellt eine vorteilhafte Alternative zu medikamentösen Schmerzbehandlungen dar und hat das Ziel, Sie mit der Zeit immer weiter vom Tabletteneinnehmen zu befreien.

Sie leiden oft unter Schmerzen an Rücken, Nacken, Kopf oder Schultern? Wenn Sie sich Ihre Laune davon nicht mehr vermiesen lassen möchten und einen aktiven Lebensstil anstreben, sollten Sie sich mit der TENS-Therapie definitiv näher auseinandersetzen. Sie könnte die Lösung Ihres Problems sein.

 
 

Wirkungsweise und Anwendungsfälle der TENS-Therapie

Bei TENS handelt es sich um ein Reizstrom-Therapie-Verfahren, das eine sanfte Schmerzbehandlung ohne Medikamente möglich macht. Die Wirkungsweise des Verfahrens basiert dabei auf der Kontrollschrankentheorie nach Melzack und Wall.

Nach dieser Theorie werden elektrische Impulse, die von einem speziellen TENS-Gerät erzeugt werden, über Elektroden-Pads auf der Haut auf die betroffene Körperstelle übertragen, wo sie die Nervenbahnen unter der Haut blockieren und dadurch die Weiterleitung der Schmerzreize zum Gehirn verhindern.

Durch diese Stimulation der Nerven reduzieren sich die Schmerzen an der betroffenen Körperstelle und die Anwender müssen weniger oder keine zusätzlichen schmerzlindernden Medikamente zu sich nehmen. So viel zur Theorie.

In der Praxis ist zwischen akuten und chronischen Schmerzen zu unterscheiden. Und tatsächlich kann die TENS-Therapie in beiden Fällen kleine Wunder bewirken.

Bei akuten Schmerzen wenden Sie sie einfach nach Bedarf mehrmals täglich an und lassen sich durch die elektrische Nervenstimulation, die als angenehmes Kribbeln empfunden wird, tief entspannen. Sobald Sie wieder Schmerzen spüren, wenden Sie TENS erneut an.

Bei chronischen Schmerzen kann TENS ebenso wirksam sein und einen schmerzstillenden, entspannenden Effekt erzielen. Die empfohlene Dauer einer Behandlung sollte sowohl bei chronischen als auch bei akuten Beschwerden 30 bis 40 Minuten betragen, bei Bedarf auch länger.

Die transkutane Nervenstimulation ist als Partnerstück zur elektrischen Muskelstimulation (EMS) zu verstehen. Die EMS ist vor allem zum effektiven Trainieren einzelner Muskelpartien sinnvoll und eine Alternative zum Krafttraining im Fitnessstudio. EMS wird oft ergänzend zu TENS angewendet, um neben der Schmerzbehandlung auch aktiv die Schmerzursachen zu bekämpfen, die häufig in einer geschwächten Muskulatur liegen.

Konkrete Anwendungsbeispiele für die TENS

  • Rückenbeschwerden: Insbesondere solche, die durch einen Bandscheibenvorfall kommen, verursacht durch schwere körperliche Arbeit oder eine schlechte Sitzhaltung während der Arbeit im Büro.
  • Arthrose und Gelenkschmerzen: Beschwerden durch Gelenkverschleiß führen unter anderem zu Knieschmerzen oder Schulterschmerzen und können mit Reizstrom in den Griff bekommen werden.
  • Rheumatoide Arthritis: Auch bei entzündeten Gelenken kann der TENS-Reizstrom einen schmerzlindernden Effekt hervorrufen.
  • Menstruationsschmerzen: Was wäre, wenn Sie die monatlichen Menstruationsbeschwerden durch TENS lindern könnten und die monatliche Periode nicht mehr so anstrengend ist?
  • Schmerzen in Handgelenk und Fingern: Auch für Schmerzen an den Händen, zum Beispiel aufgrund von jahrelanger Arbeit am Schreibtisch, kann die Therapie mit der transkutanen Nervenstimulation helfen.
  • Entspannende Wirkung bei Spannungskopfschmerzen: Ist die Nacken- oder Rückenmuskulatur verspannt, äußert sich das in auch mal stärkeren Kopfschmerzen. Hören Sie auf, sich Kopfschmerztabletten einzuwerfen und wenden Sie lieber Reizstrom an, um die verspannten Muskeln zu lockern und so die Ursache zu beheben.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Schmerzübersicht.

Um das vielversprechende Potential der Elektrotherapie voll auszuschöpfen, sollten Sie stets auf eine korrekte Anwendung achten. Insbesondere die Platzierung der Elektroden spielt dabei eine Rolle, auch um potenzielle Nebenwirkungen zu vermeiden. Beachten Sie die Sicherheitshinweise in der Anleitung Ihres Geräts.

Achten Sie zudem auf einen einwandfreien Zustand der Elektroden. Um eine optimale Funktion zu gewährleisten, dürfen diese nicht zugeschnitten oder anderweitig präpariert werden. Tauschen Sie die Elektroden ferner immer wieder mal aus, wenn die Klebekraft nachlässt und der Strom nicht mehr optimal übertragen wird. Durch das Verwenden eines Kontakt- und Reinigungssprays können Sie den Verschleiß übrigens verlangsamen und Ihre Elektroden somit länger nutzen. Aus hygienischen Gründen sollte eine Elektrode immer nur von derselben Person verwendet werden.

Grundsätzlich ist TENS auch in Fachkreisen als äußerst wirksame Methode zur Therapie verschiedenster Schmerzen und Beeinträchtigungen anerkannt. Sie hat aber ihre Grenzen und so ist darauf hinzuweisen, dass sich bestimmte Krankheiten mit TENS gar nicht behandeln lassen.

Wir empfehlen daher grundsätzlich: Holen Sie sich immer ärztlichen Rat ein, bevor Sie TENS anwenden. Nur Ihr Arzt kann beurteilen, ob eine Therapie mit Reizstrom bei Ihren Beschwerden wirken kann.

 
 

Welche Vorteile hat eine TENS-Behandlung?

Natürlich wirken Schmerzmittel und lindern den Schmerz. Oft aber nur mit Nebenwirkungen. Die transkutane Nervenstimulation kommt mit deutlich weniger und schwächeren Nebenwirkungen aus und hat darüber hinaus noch viele Vorteile mehr. Und damit ein paar handfeste Gründe, weshalb Sie von den Schmerzmitteln lieber zu TENS wechseln sollten.

  • Kaum Nebenwirkungen: Im Gegensatz zur Einnahme von Medikamenten, ist die Schmerztherapie mit einem TENS-Gerät in der Regel nebenwirkungsfrei.
  • Schmerzen sofort lindern: Sie haben in diesem Moment Schmerzen und nicht erst dann, wenn Sie einen Termin beim Arzt bekommen. Mit einem entsprechenden TENS-Gerät wenden Sie die Nervenstimulation einfach daheim an. Es wirkt sofort.
  • Starker Effekt: Die meisten Anwender sind von der Wirkungsweise der TENS-Behandlung überaus beeindruckt und verzeichnen große Erfolge bei der Schmerzbehandlung und Muskelentspannung. Wobei das natürlich keine Garantie dafür darstellt, dass es bei jedem Anwender gleich gut funktioniert.
  • Kombinierbar: Können Sie vor allem bei chronischen Schmerzen noch nicht ohne Medikamente leben, dann macht das nichts. TENS-Behandlungen lassen sich wunderbar mit Medikamententherapien kombinieren und rufen so einen maximalen Behandlungseffekt hervor, ohne das Risiko für Nebenwirkungen zu erhöhen.
  • Keine Vorkenntnisse erforderlich: Sie können Ihr TENS-Gerät einfach daheim anwenden, ohne Vorkenntnisse zu brauchen.

 
 

Ist TENS sicher? Gibt es Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen?

Grundsätzlich ist die Schmerztherapie mit TENS eine in der Regel sichere und fast nebenwirkungsfreie Therapieform.

Wohl zu erwähnen ist aber, dass der Körper sich an die Behandlung gewöhnen und die Wirksamkeit mit der Zeit etwas nachlassen kann. Verzagen Sie aber nicht, sondern wenden Sie die Therapie einfach mit verschiedenen Parametern oder mit wechselnden Programmen an. So können Sie dem Gewöhnungseffekt vorbeugen.

Ebenso ist zu erwähnen, dass es bei empfindlichen Hauttypen zu Hautreizungen kommen kann. Dies tritt vor allem bei zu langer Anwendung auf derselben Hautpartie auf und stellt die häufigste Nebenwirkung dar. Das ist nicht weiter schlimm und gibt sich nach kurzer Zeit normalerweise wieder. Falls nicht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen sich untersuchen. Eventuell helfen Ihnen Elektroden für sensible Haut , um das Problem zu vermeiden.

Die Kontraindikationen bestehen darin, dass Sie TENS (und auch EMS) in bestimmten Fällen nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden sollten. Achten Sie unter anderem auf folgendes:

  • Träger von Herzschrittmachern dürfen keinen Reizstrom verwenden.
  • Wenden Sie kein TENS an, wenn Sie Hauterkrankungen oder Herzrhythmusstörungen haben oder unter Epilepsie leiden.
  • Bei einer Schwangerschaft darf die Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
  • Im Falle einer Krebserkrankung darf TENS nur nach ärztlicher Anordnung erfolgen.
  • Träger von Metallimplantaten – dazu zählen auch Kupferspiralen – sollten vor der Anwendung ihren Arzt konsultieren.

Dies sind die häufigsten Gründe, die gegen eine Verwendung von Reizstrom sprechen. Lesen Sie in jedem Fall die Anleitung Ihres Gerätes gründlich durch und achten Sie darauf, dass keine der dort beschriebenen Kontraindikationen auf Sie zutrifft.

 
 

Unsere Empfehlungen: TENS-Geräte und Elektroden

Sie liebäugeln mit einer Reizstrom-Therapie zur Behandlung Ihrer Schmerzen, aber sind sich noch unsicher, welches Gerät zu Ihnen passt? Die Produkte unterscheiden sich vor allem in Sachen Funktionsumfang und Programmvielfalt. Und noch weitere Faktoren spielen hinein. Nachfolgend bekommen Sie ein paar Empfehlungen.

N10 TENS Gerät

Praktisches und günstiges Basisgerät für Einsteiger

 

Das N-10-TENS-Gerät wird für Einsteiger empfohlen, die nach einem günstigen Gerät zur Schmerzbehandlung von akuten Beschwerden suchen. Das analoge Bedienpanel ermöglicht eine einfache und schnelle Anwendung. Das N-10 ist als performancestarke und preiswerte Allzweckwaffe zu verstehen und überzeugt mit vier gleichzeitig verwendbaren Elektroden und vier unterschiedlichen Modi.

Zum TENS Gerät N-10

 

N10 TENS Gerät

Leicht bedienbares TENS-Komplettgerät

 

Das STIM-PRO T800 ist ein digitales TENS-Gerät und die Antwort auf die häufigsten im Alltag auftretenden Schmerzarten. Der Funktionsumfang erstreckt sich über neun unterschiedliche und leicht bedienbare Programme. Diese können bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Beschwerden für eine schnelle Linderung sorgen. Die drei manuellen Modi eröffnen Möglichkeiten für Profis und speziellere, individuelle TENS-Anwendungen. Das Gerät kann mit zwei Kanälen bis zu vier Elektroden gleichzeitig nutzen.

Zum TENS Gerät STIM-PRO T800

 

STIM-PRO x9+ TENS EMS Kombi Gerät

TENS- und EMS-Kombigerät für maximale Funktionalität und Komfort

 

Sie möchten Schmerzen jeglicher Art gezielt behandeln und darüber hinaus Ihre Muskeln trainieren? Das Allrounder-Gerät STIM-PRO X9 kann beides. Es ermöglicht TENS- und EMS-Behandlungen und stellt dafür insgesamt 37 Programme und vier Kanäle bereit, mit denen Sie bis zu acht Elektroden gleichzeitig nutzen können. Egal ob Sie die Elektrotherapie vorbeugend zur Schmerztherapie einsetzen oder die Schmerzursachen effektiv durch Muskeltraining behandeln möchten: Dieses Gerät bietet jederzeit maximalen Bedienkomfort. Zusätzlich können Sie sich durch prickelnde Reizstrommassagen verwöhnen lassen.

Zum TENS EMS Kombi Gerät STIM-PRO x9+

Elektroden

Um Ihre Schmerzen effektiv lindern zu können, brauchen Sie die korrekten Elektroden. Fokussieren Sie sich bei der Auswahl immer darauf, an welchen Körperstellen mit welchem Schmerzpunkt Sie Ihre Schmerzen behandeln möchten. So schaffen Sie ideale Voraussetzungen. An den meisten Körperstellen wenden Sie einfach die normalen Elektroden-Pads an, die auch bei allen axion TENS-Geräten im Lieferumfang enthalten sind.

Ausnahmen bestehen zum Beispiel bei Handgelenksschmerzen oder Hand-/ Fingerschmerzen. Hier haben sich Silikon-Elektroden bewährt. Textilelektroden eignen sich besonders für Wellness- und Reizstrom-Massagen. Bei Nackenschmerzen sind statt der normalen Elektroden wiederum solche mit der Form eines Schmetterlings zu empfehlen.

Falls Sie unter Rückenschmerzen leiden, legen wir Ihnen unsere patentierte Rückenschmerzelektrode ans Herz. Dabei handelt es sich um ein einziges 20 x 12cm großes Elektroden-Pad, welches Sie mühelos und ohne fremde Mithilfe am Rücken befestigen können.

Die halbrunden Gelenk-Elektroden aus dem axion-Sortiment sind besonders bei Knie- oder Schulterschmerzen zu empfehlen, da sie sich ideal an die Rundungen des Körpers anpassen. Bei weiteren Gelenkschmerzen jeder Art empfehlen sich die pflasterförmigen Gelenk-Elektroden.

Natürlich können Sie unsere Experten anrufen und sich beraten lassen, welche Elektroden in Ihrem Fall am besten auszuwählen sind.

 
 

TENS Therapie – Einstellung, Anwendung und Ablauf

Die transkutane elektrische Nervenstimulation verspricht, Schmerzen ohne weiteren Einsatz von Schmerzmitteln und Medikamenten den Kampf anzusagen. Natürlich ist die Wirkungsweise bei jedem Mensch aber eine andere.

Deshalb beachten Sie diese Schritte:

  1. Vor der TENS die zu behandelnden Hautstellen reinigen
  2. Platzieren Sie die Elektroden so, dass sie fest sitzen (Tipps). Die Elektroden sollten immer um die Schmerzursache herum angebracht werden.
  3. Wählen Sie das korrekte Reizstrom-Programm für Ihren Anwendungsbereich aus – tasten Sie sich hier mit etwas Experimentiergeist heran, um herauszufinden, was Ihnen hilft und sich ebenso angenehm anfühlt
  4. Wenden Sie TENS immer mindestens 30-40 Minuten an und bei Bedarf noch länger, um das beste Resultat herauszuholen und Ihre Schmerzen zu lindern.

Wenn Sie danach mit der Nervenstimulation starten, spüren Sie normalerweise ein leichtes und pulsierendes sowie angenehmes Kribbeln auf der Haut. Und ab dato wissen Sie, dass die Lockerheit, die Entspannung sowie der Genuss ins Leben zurückkommen. Im Idealfall lassen die Schmerzen für einen Zeitraum von mehreren Stunden nach. Am Ende schalten Sie das Gerät ab und entfernen Sie die Elektroden.

 

Unser Tipp: Stellen Sie eine Behandlungsdauer von mindestens 40 Minuten ein, damit Ihr Körper Endorphine ausschütten kann. Sie verstärken den Effekt der schwächeren oder fehlenden Schmerzen noch einmal mehr.

 

Die TENS ersetzt keinen gesunden Lebensstil mit ausreichender Bewegung – und die brauchen Sie, um erst überhaupt keine Schmerzen zu bekommen. Fühlen Sie sich aber doch einmal unwohl oder haben Sie in diesem Moment bereits einschränkende Schmerzen, dann könnte ein TENS-Gerät Ihr Schlüssel zum Glück – also zu einem schmerzfreieren Leben – sein. Sehen Sie sich die verschiedenen Geräte aus dem Hause axion an.